Energiewende und Trinkwasserschutz als Herausforderung

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Informationsveranstaltung der SPD Rottenburg mit dem SPD-AK Labertal mit MdL Ludwig Wörner

Im Dezember 2000 ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Kraft getreten. Sie hat einen umfassenden, wirksamen Gewässerschutz in Europa zum Ziel, der Mensch und Natur von Nutzen sein soll. Bis 2015 sollen alle Gewässer der Europäischen Union in einem „guten ökologischen Zustand“ sein, schreibt die WRRL vor. Die SPD Rottenburg lädt in Zusammenarbeit mit dem SPD Arbeitskreis Labertal zu einem Informations- und Diskussionsabend mit der Landesarbeitskreis-Sprecherin „Wasser“, des Bund Naturschutz in Bayern, Renate Schwäricke ein.

Die Energiewende wird in viele Richtungen ausstrahlen und auch den Trinkwasserschutz betreffen. Der zunehmende Maisanbau für die Biogasanlagen hat auch negative Begleiterscheinungen. Nur noch vier Jahre sind es, bis die WRRL umgesetzt sein soll – allerdings mangelt es an den Finanzmitteln und an der großflächigen Einbeziehung der Gewässer in diese Richtlinie. Bei mehr als 50 Prozent unserer Grundwasservorkommen ist nicht sicher, ob sie bis 2015 – wie es die Wasserrahmenrichtlinie vorschreibt – einen „guten Zustand“ erreichen oder behalten werden. Ist Grundwasser einmal verschmutzt, wird die Sanierung kompliziert und teuer, was dann letzten Endes die Verbraucher zu zahlen haben.

Wie sich die Energiewende und gleichzeitig ein nachhaltiger Trinkwasserschutz in Bayern bewerkstelligen lassen, darüber informiert am Dienstag im Gasthaus Wolfsteiner ab 19.30 Uhr der energie- und umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion MdL Ludwig Wörner. Bürgermeister Alfred Holzner wird konkrete Maßnahmen zur „Energiewende auf Gemeindeebene“ vorstellen. Über die Herausforderungen, mit denen ein lokaler Wasserversorger im Rahmen des Trinkwasserschutzes konfrontiert wird, spricht der Vorsitzende des Wasserzweckverbands „Rottenburger Gruppe“, Hans Weinzierl.