Stadtumbau West – neue Formen der Bürgerbeteiligung

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SPD-Ortsverein besichtigt LED-Straßenlampen im Sanierungsbereich Bahnhofplatz

Beeindruckt zeigte sich die Kreis- und Gemeinderätin Ruth Müller aus der Nachbargemeinde Pfeffenhausen vom Umbau in Rottenburg, bei einer Baustellenbesichtigung des SPD-Ortsvereins im Sanierungsbereich rund um den Bahnhofplatz. Die gelungene Maßnahme zeige auch, welch wichtigen Beitrag die Städtebauförderung für die Belebung der Innenstädte leisten kann. Bedauerlich sei es, dass trotz sichtbarer Erfolge der Programme "Soziale Stadt" und "Stadtumbau West" von der Bundesregierung die Axt an die Städtebauförderung angelegt und die Bundesmittel so radikal gekürzt wurden, dass es fraglich sei, ob auch in Zukunft noch so vorbildliche Projekte wie das in Rottenburg realisiert werden können. "Mit der Kürzung werden auch weitere Investitionen gebremst, denn jeder Euro aus der Städtebauförderung ziehe acht Euro an öffentlichen und privaten Bauinvestitionen nach sich", so Ruth Müller.

Als aktuellen Schwerpunkt der Stadtsanierung, nannte Stadtrat Franz Gumplinger eine besonders sensible Gestaltung des Ortskernes am ehemaligen Bahnhofsvorplatz, entsprechend den - von Regierungspräsident Heinz Grunwald vorgegeben – „Zielen der Sozialen Stadt“. Auf die in der Bevölkerung teilweise lebhaft geführte Diskussion um ein mögliches „Ärztehaus auf dem Bahnhofplatz“ eingehend, verwies Gumplinger darauf, dass die neuen Programme zur Förderung der „Aktiven Stadt- und Ortsteilzentren“ in diesem Jahr auch den „Städtebaulichen Denkmalschutz-West“ besonders berücksichtigen.

„Ermutigend für jene Bürger, denen der Erhalt ihres vertrauten Ortsbildes am Herzen liegt“, nannte es Gumplinger, dass von der Regierung jetzt neue Formen der Bürgerbeteiligung und ein umfassenderer Planungsansatz als bisher gefordert werden.

Ein zukunftsweisendes Förderprogramm für Kommunen, nannte Stadtrat Johann Weigl die „BMU Klimaschutzinitiative“ zur Sanierung der bestehenden Straßenbeleuchtung. Laut gesetzlicher Festelegung der EU-Kommission sei ein Einbau der bisher üblichen Hochdruck-Quecksilberdampflampen (HQL) ab 2015 als Beleuchtungsmittel nicht mehr zulässig. Im Stadtrat habe man deshalb beschlossen, mehr als vierhundert der „übermäßig Stromfressenden Pilzleuchten“ durch Auswechseln der Leuchtköpfe umzurüsten und die Straßenlampen mit einer sparsamen LED-Technik auszustatten. Eine Energieeinsparung und Emissionsminderung von bis zu 80 Prozent werde so erreicht.

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Beeindruckt von den hellen Straßenlampen mit ihrer energiesparenden LED-Technik, zeigten sich Mitglieder des SPD-Ortsvereins Rottenburg, mit Kreisrätin Ruth Müller sowie den Stadträten Johann Weigl und Franz Gumplinger, bei der Baustellenbesichtigung im Sanierungsbereich am Bahnhofplatz.